Willkommen zur Konzertreihe Unterwegs mit Mozart

Das Thema der im September 2018 stattfindenden 6. Konzertreihe lautet
Mozart, Dittersdorf, Vanhal, Haydn - Vier Meister unter sich.

Joseph Haydn sagte über Wolfgang Amadeus Mozart: "Mozart ist das grösste musikalische Genie, das je gelebt hat. Wäre er vor mir in London gewesen, hätte es mir nichts mehr gebracht dorthin zu gehen, denn nichts kann gegen Mozarts Komposition bestehen."

Mozart und Haydn sprechen eine gemeinsame musikalische Sprache. Es gab familiäre Verbindungen, denn Haydns jüngerer Bruder Michael lebte und arbeitete in Salzburg. Michael Haydn war ein guter Freund der Familie Mozart. Joseph Haydn las offenbar alle Berichte über das Wunderkind Mozart. Mit dessen Umzug nach Wien begann ihre langjährige Freundschaft.

Karl Ditters von Dittersdorf war zu seiner Zeit unter Kollegen hochgeachtet und kommerziell überaus erfolgreich und wirtschaftlich unabhängig. Dittersdorf war Virtuose auf seinem Instrument: er bestand mehrfach die damals hochbeliebten Wettspiele, so gegen den italienischen Stargeiger Antonio Lolli, dem er hinsichtlich seiner technischen Fähigkeiten gleichkam ihn aber an musikalischem Ausdruck übertraf. Sein Singspiel Doktor und Apotheker (1786) hatte beim Publikum weitaus mehr Erfolg als Mozarts Oper Figaro. Selbst der Kaiser erbat sich eine Sondervorstellung dieses Werkes. Neben Mozart verband Dittersdorf auch mit Haydn eine engere Freundschaft.

Auch Johann Baptist Vanhals Werke waren ausserordentlich beliebt und wurden auch von Haydn und Mozart aufgeführt. Manche seiner Instrumentalwerke wurden für Kompositionen von Haydn gehalten. Vanhal gehörte zu den ersten freiberuflichen Musikern, die sich vom Ertrag der Kompositionen sowie des Lehrens als freiberuflicher Musiker ernähren konnte. Seine Schüler waren u.a. Carl Czerny und Ignaz Pleyel. Im Jahre 1760 lernte Vanhal in Wien die Musiker Gluck, Dittersdorf und Haydn sowie den jungen Mozart kennen. Er genoss bei Berufskollegen hohes Ansehen.

Die vier in diesem Konzertzyklus vereinigten Zeitgenossen schätzten und respektierten einander und waren sich freundschaftlich verbunden. Diese Freundschaft zeigt sich auch, weil die vier Musiker zwischen 1783 und 1787 häufiger zum eigenen Vergnügen gemeinsam im Konzert musizierten. Zu einem dieser Quartettabende gibt es eine Schilderung von Michael Kelly: der berühmte Tenor weilte in jenen Jahren in Wien, wo er in Mozarts Opern Figaro zwei Partien sang: Don Curzio und Don Basilia. Die quartet party fand im Hause des englischen Komponisten Stephen Storace statt. Dass aber Haydn und Dittersdorf an den Violinen, Mozart an der Viola und Vanhal am Cello eine besondere 'Chemie' verband, erscheint verständlich und wird von Kelly wiefolgt beschrieben: "Storace gave a quartet party to his friends. The players were tolerable; not one of them excelled on the instrument he played, but there was little science among them, which I dare say will be acknowledged when I name them: The First Violin: Haydn. The Second Violin: Baron Dittersdorf. The Violoncello: Vanhal. The Tenor: Mozart...I was there, and a greater treat, or more remarkable one, cannot be imagined!"

Die drei Konzerte vom Donnerstag, 6. September um 20 Uhr, Freitag, 7. September um 20 Uhr und Sonntag, 9. September um 15 Uhr stehen thematisch in einem Zusammenhang: dennoch können sie einzeln oder als Zyklus besucht werden. Die Konzerte sind individuell gestaltet und werden im Sinne von Mozarts jährlich stattfindenden Akademiemusiken durchgeführt. Geplant sind kurze Erläuterungen zu den geschichtlichen und musikalischen Zusammenhängen. Weitere Informationen erfahren Sie bald im Flyer zur Konzertreihe 2018

Wenn Sie Fragen haben oder die Konzertreihe in Zukunft mit einem Gönnerbeitrag unterstützen möchten, wenden Sie sich an die Initiantin und Organisatorin von Unterwegs mit Mozart.